Initiative Tierwohl

System bleibt unter Druck

Die Initiative Tierwohl benötigt mehr Geld. Die bisher bereitgestellten 85 Mio. € pro Jahr haben sich als unzureichend erwiesen, sagte Katrin Speemann, Mitarbeiterin der Qualität und Sicherheit (QS) GmbH, Bonn, heute in Berlin. Auf dem Forum Tierische Veredelung des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) skizzierte sie die Perspektiven des Projekts.

Ganz offensichtlich sei das Programm sehr attraktiv, sagte Spemann. Dies sei an der starken Nachfrage auf der Seite der Landwirtschaft deutlich geworden. Es sei bedauerlich, dass viele interessierte Betriebe bisher an dem Programm nicht teilnehmen könnten. Für rund 12 Millionen Mastschweine reiche die Finanzausstattung des Programms, weitere Betriebe mit rund 15 Millionen Tieren stehen auf der Warteliste.

Derzeit würden intensive Verhandlungen mit weiteren potenziellen Systemteilnehmern geführt, betonte Spemann. Dazu gehören beispielsweise das Fleischerhandwerk oder auch die Systemgastronomie. Wichtig sei ihr darauf hinzuweisen, dass der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) seien Verträge erfülle. Bis zum Jahresende seien mit weiteren konkreten Ergebnissen der Verhandlungen zu rechnen, stellte Spemann in Aussicht. (jst)
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