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Das umweltfreundlichste und zugleich energieeffizienteste Tanken in Form von Biogas bietet erstmals in Österreich die OMV AG, Wien, an einer ihrer Tankstellen in Oberösterreich. OMV-Chef Wolfgang Ruttensdorfer hat kürzlich erstmals in Ansfelden ein Erdgas-Fahrzeug mit „Bio-CNG“ (Compressed Natural Gas mit 20 Prozent Biogasanteil) betankt. Die OMV will als führender Öl- und Gaskonzern in Mitteleuropa mit diesem Pilotprojekt zeigen, dass mit dem Ausbau der Biogaseinspeisung in das bestehende Erdgasnetz ein umweltfreundlicher und erneuerbarer Treibstoff getankt werden kann. Das OMV-Netz von derzeit 16 Erdgas8tankstellen in Österreich wird bis 2010 auf 80 Tankstellen an zentralen Punkten in Österreich erweitert. „Wir wollen zeigen, dass Biogas in der hier gebotenen Qualität problemlos in das Erdgas eingespeist und getankt werden kann“, so Ruttenstorfer. Das Land Oberösterreich setzt jetzt auch selbst ein mit Bio-CNG betriebenes Fahrzeug ein, um Erfahrungen zu sammeln und gleichzeitig die Kosten mit einem Dieselfahrzeug zu vergleichen.

Der Biogasanteil in diesem Pilotprojekt kommt von einem landwirtschaftlichen Betrieb in Pucking nahe Linz, der dort aus Mist und Gülle von gut 10.000 Hühnern und 50 Zuchtsauen bereits seit Jahren Biogas produziert. Dieses Gas wird im Methangehalt dem Erdgas gleichgestellt und dann in das Ergasnetz eingespeist. Derzeit können mit dem so gewonnenen Biogas täglich 10 bis 15 Autos betankt werden. Im Kfz-Betrieb wird der CO2-Ausstoß durch Bio-CNG um 30 bis 45 Prozent verringert, der Feinstaubanteil sogar um 98 Prozent. Unter Ausnutzung der günstigeren Besteuerung werden auch die Treibstoffkosten um 30 bis 40 Prozent gesenkt. (AIZ)

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