Der Gesamtverband der Deutschen Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände e.V. (GLFA) und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) haben eine Bundesempfehlung für Landarbeiter beschlossen.

Die Löhne und Gehälter der regionalen Landarbeiter sollen ab 1. März um 3,7 Prozent und ab 1. Juli 2014 um weitere 2 Prozent angehoben werden. Dies ist Bestandteil der neuen Bundesempfehlung, die bis Ende Juni 2015 gültig ist, heißt es in einer Mitteilung des GLFA.

Da die bisherige Empfehlung bereits seit Oktober nicht mehr gültig ist, wird für die Monate November bis Februar eine Einmalzahlung in Höhe von 230 € brutto empfohlen. Ein weiterer Bestandteil der Bundesempfehlung ist die Aufnahme der untersten Lohngruppe in die regionalen Flächentarifverträge, erklärt der GLFA. Diese Lohngruppe umfasst Arbeiten, die weder eine Berufsausbildung noch eine Anlernzeit erforderten, sondern nach kurzer Einarbeitung ausgeübt werden könnten. Darunter fallen etwa Saisonarbeitskräfte.

Die beiden Verbände GLFA und IG BAU haben auch für diese unterste Lohngruppe Lohnhöhen vereinbart. Diese gelten bis zum Ende des Jahres 2018. Ab 1. Juli sei dies ein
Bruttostundenlohn in Höhe von 7 € in den alten Bundesländern. In den neuen Bundesländern soll ab 1. Juli 2014 ein Stundenlohn von 7,10 € gezahlt werden. Dieser Mindestlohn soll schrittweise erhöht werden und ab 1. Dezember 2017 bundesweit eine einheitliche Lohnhöhe von 8,50 € erreichen.

Da die Tarifhoheit bei den Mitgliedsverbänden des GLFA liegt, müssen nun noch in regionalen Verhandlungen mit der IG BAU diese Regelungen bestätigt werden. (hed)
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