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Die Ukraine will im Rahmen eines Kontingents von 260.000 t im laufenden Jahr Rohr-Rohzucker zu einem Sonderzoll von einem Prozent des Zollwerts bei einer Mindestgrenze von 5,00 €/t importieren. Ein entsprechendes Gesetz hat das Parlament in Kiew am Dienstag verabschiedet. Der regelmäßige Einfuhrzoll für dieses Produkt beläuft sich in der Ukraine auf 50 Prozent, aber mindestens 300,00 €/t.

Die von Abgeordneten jetzt beschlossenen Quote wurde gegenüber dem ursprünglichen Gesetzentwurf fast halbiert und entspricht damit dem Niveau des Vorjahres. Begründet wird die Maßnahme mit der Notwendigkeit, mögliche Lücken am Zuckermarkt vorzubeugen und damit die Preisstabilität zu sichern, aber auch die heimischen Zuckerfabriken besser auszulasten. Allerdings ist der begünstigte Import von Rohzucker im Lande nicht unumstritten. Kritiker werfen der Regierung vor, die für die Zuckerindustrie deutlich rentablere Verarbeitung des Importrohstoffs zu Ungunsten des heimischen Zuckerrübenanbaus zu fördern. (pom)
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