Tarifverhandlungen in bayerischer Milchwirtschaft gescheitert

Die Tarifverhandlungen für die rund 14.000 Beschäftigten der bayerischen Milchwirtschaft sind auch nach der dritten Gesprächsrunde gescheitert. Dies erklärt die Tarifkommission der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). In den kommenden zwei Wochen soll ein Schlichter versuchen, den Konflikt zwischen Arbeitgebern und der Gewerkschaft zu lösen, betont NGG-Bezirkschef Hans Hartl. Während dieser Zeit herrscht Friedenspflicht. Zuvor hatte die Gewerkschaft für den Fall, dass die Arbeitgeber kein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, mit unbefristeten Streiks gedroht. Während der Verhandlungen in dieser Woche boten die Arbeitgeber 2,58 Prozent mehr Geld. Das erscheint der NGG angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung "viel zu wenig", erklärt Hartl. Er fordert fünf Prozent höhere Löhne. Sollte sich die Gewerkschaft mit ihren Forderungen durchsetzen, dann befürchtet der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB), dass die zusätzlichen Kosten der Molkereien ganz oder teilweise an die Milchbauern weitergegeben werden. (HH)  
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