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Um das „Forschungsprogramm zur Sicherung der Koexistenz von gentechnikfreier und Gentechnik verwendender Landwirtschaft zum Schutz der Biodiversität“ ist schon in der Startphase ein heftiges Tauziehen der Interessenverbände entbrannt. Es soll der Regierungspolitik eine verlässliche Wissensbasis liefern. Bei einer Anhörung heute im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMVEL) begrüßten die Agrar- und Züchterverbände zwar genauso wie die Umweltschutz- und Verbraucherverbände prinzipiell, dass der Bund ein Forschungsprogramm auflegt. Da aber alle daraus Wasser auf ihre Mühlen leiten wollen, wird um das gesamte Design des Programms gestritten, von der Fragestellung bis hin zur Methodik. So forderten die Umwelt- und Verbraucherschützer einen möglichst breit und tief angelegten Ansatz, um der Komplexität bei der Folgenabschätzung Rechnung zu tragen. Nicht nur der aktuell im Fokus stehende Anbau von Bt-Mais soll erforscht werden, sondern auch der Anbau von Raps und Sonnenblumen. Darüber hinaus soll die Untersuchung über die ganze Kette von der Aussaat bis zur Verarbeitung geführt werden. Nicht nur der konventionelle, sondern auch der biologische Anbau soll als Vergleichsgröße einbezogen werden. (gk)
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