VDMA-Tagung

Technikanbieter freuen sich auf Quotenende


„Es ist schon erstaunlich, wie massiv sich die Milcherzeugung in den vergangenen Jahren professionalisiert hat“, sagte kürzlich Dr. Bernd Scherer, Geschäftsführer des VDMA Landtechnik. Darin liegt aus Sicht der Landtechnikindustrie ein großes Potenzial für eine marktorientierte Milchproduktion.

Überhaupt hätten die deutschen und europäischen Milchviehhalter „die besten Voraussetzungen“, auch nach Ende der EU-Milchquote ab April weiter erfolgreich zu bleiben, schätzten die im VDMA Landtechnik organisierten Hersteller von Futtererntetechnik, Futtermischwagen und Melkanlagen auf ihrer Jahrestagung kürzlich im niederländischen Maassluis.

Rückendeckung bekamen die Technikanbieter in ihrer Einschätzung von Willem Koops vom niederländischen Dachverband der Milchindustrie. Milch aus Europa habe künftig alle Chancen, sich der globalen Nachfragedynamik ohne staatliche Preis- und Mengenregulierung zu stellen“, so Koops auf der Jahrestagung. Er zitierte Expertenschätzungen, nach denen in den kommenden zehn Jahren mit einem Ausbau der europäischen Milcherzeugung um rund 12 Mio. t zu rechnen sei. Wer in diesem Umfeld erfolgreich bleiben möchte, der müsse auf Effizienzgewinne durch „kluge Prozesse“ und „intelligente Technik“ setzen, so Koops.

Auch der VDMA-Marktexperte Gerd Wiesendorfer rechnet mit einem jährlichen Plus der Milcherzeugung in Europa von „drei bis vier Prozent“ jährlich. (pio)
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