Dritte Prager Karlsbörse

Teilnehmer setzen auf neue Ernte

Erwartungen an tschechische Ernte
Tschechien als Exportland für Getreide und Ölsaaten ist interessant sowohl für Händler, Makler als auch für Verarbeiter. So wird der Fokus der Gespräche auch auf der neuen Ernte liegen. Wie viel Saat ist ausgebracht? Sind noch Auswinterungen zu erwarten? Gibt es Möglichkeiten zusätzliche Ware aus der neuen Ernte zu generieren?
Die Teilnehmer der diesjährigen Veranstaltung erhoffen sich Anregungen auch noch zum aktuellen Markt. Bei einer Seitwärtsbewegung mit einem festen Unterton in einer breiten Preisspanne bei Getreide aber auch bei Ölsaaten seit Anfang des Jahres fehlen aktuell eindeutige Impulse für den Markt. Bei dem Austausch mit Geschäftskollegen aus Europa hoffen die Teilnehmer auf neue Ideen, vor Allem aber auf neue Geschäftspartner. Den Schwerpunkt der Besucher bilden Teilnehmer aus Tschechien, der Slowakei, Polen, Österreich und Deutschland.

Getreide ist bereits gut verkauft

Bis zum Anschluss an die neue Ernte rechnen viele Marktteilnehmer nicht mehr mit größeren Preissprüngen. Der Kassamarkt entwickelt sich dennoch stetig. Der größte Teil der deutschen Ernte aus dem vergangenen Jahr ist gehandelt. Viel unverkaufte Ware in der Landwirtschaft oder dem Handel wird nicht mehr erwartet. Lediglich Qualitätsgetreide ist noch besser offeriert. Ware fließt kontinuierlich in die Verarbeitungsbetriebe oder in den Export. Sowohl in den Westen Europas als auch über die Exporthäfen im Norden Deutschlands findet Getreide seine Käufer. Das könnte wiederum nach Meinung weiterer Marktkenner vor dem Anschluss an die neue Ernte einen kurzfristigen Auftrieb der Kurse bedeuten. Einen deutlichen Preiseinbruch erwarten sie nicht. (dg)
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