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Die sichere und nachhaltige Lebensmittelversorgung in Europa war das Thema eines parlamentarischen Abends kürzlich in Brüssel, zu dem der Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft (BVA), der Deutsche Verband Tiernahrung (DVT), der Verband Deutscher Mühlen (VDM) und der Verband der Handelsmälzereien (VHM) in die bayerische Vertretung bei der EU eingeladen hatten. Staatsminister Josef Miller konstatierte in seinem Eröffnungsstatement eine grundsätzlich gewandelte Einstellung zum Thema Versorgungssicherheit in der politischen und öffentlichen Diskussion. Die Erzeugung von Lebens- und Futtermitteln habe einen neuen Stellenwert erhalten. Der Standort Europa biete bessere Voraussetzungen als andere Teile der Welt, dem gerecht zu werden und Lebensmittel zu hohen Standards zu produzieren.

Dabei müsse gewährleistet sein, dass „der Teller vor dem Tank gefüllt wird“. In der Marktentwicklung zeige sich, dass die Energiepreise zukünftig die Funktion der Preisabsicherung für Getreide und Agrarrohstoffe übernehmen werden. Gleichzeitig mahnte Miller die besondere Verantwortung der Europäer an, „in einer globalen Welt auch globale Verantwortung für die Ernährung der Menschen“ zu übernehmen. Die Ernährungssicherung in Entwicklungs- und Schwellenländern könne nur über eine nachhaltige Agrarverfassung, bessere Ausbildung und Information gewährleistet werden, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der Verbände. (ED)

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