Teure Betriebsmittel limitieren Erträge in Polen

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Hohe Preise für Saatgut und Düngemittel werden den Anstieg der polnischen Getreideerträge in diesem Jahr begrenzen. Das zeigen Beobachtungen des Agrarberaters der US-Botschaft in Warschau. Die diesjährige polnische Getreideernte dürfte aber ein "normales Niveau" erreichen, da größere Frostschäden im zurückliegenden Winter ausgeblieben sind. Wie es in einem vom amerikanischen Landwirtschaftsministeriums USDA veröffentlichten Bericht weiter heißt, liegt der Saatgutwechsel in Polen bei nur 7 bis 10 Prozent. Das bedeutet, dass oft wenig leistungsfähiges Saatgut aus eigenem Nachbau zum Einsatz kommt. Hinzu kamen im Frühjahr 2004 Engpässe bei der Düngerversorgung. Vor allem Stickstoffdünger waren um 40 Prozent teurer als im Herbst 2003.Deswegen erwartet das USDA 2004 trotz großer Erntefläche in Polen nur eine mittlere Ernte von etwa 26,1 Mio. t Getreide. Das sind aber immerhin 2,7 Mio. t mehr als im schwachen Vorjahr. So sieht das USDA 2004/05 nur einen polnischen Importbedarf von weniger als 0,5 Mio. t Getreide, nachdem 2003/04 vermutlich fast 1,8 Mio. t importiert werden dürften. (db)
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