Teure Überschüsse vermeiden


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Die Intervention von Mais soll zum 1. Juli 2007 beendet werden. Dies sieht ein Vorschlag von EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel vor. Er soll kommende Woche verabschiedet werden. In Ungarn werde Mais nicht für den Markt, sondern für die Intervention erzeugt, lautet der Vorwurf der EU-Kommission. Schon heute habe der Mais einen Anteil von 40 Prozent am Getreide in der öffentlichen Lagerhaltung. Die Kommission schätzt, dass sich die Maisbestände im Jahr 2013 auf 15,6 Mio. t summieren könnten. Dann werde Mais einen Anteil von über 80 Prozent an der Intervention haben. Diese Mengen seien nur schwer zu verkaufen, zumal der Mais deutlich schlechter zu lagern sei als Weizen oder Gerste. Schon zum Ende des Wirtschaftsjahres soll es nach den Vorstellungen von Fischer Boel so weit sein. Sollte die Entscheidung pünktlich zum 1. Juli 2007 in Kraft treten, verspricht sich die Kommission Einsparungen im EU-Budget von 600 Mio. € in den Jahren 2008 bis 2014.(Mö)
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