Teures Futter bremst Hähnchenmast


Die globale Erzeugung von Hähnchenfleisch wächst wegen der hohen Futterkosten nur langsam. Der Weltmarkt bleibt aufnahmefähig, obwohl Russland weniger als früher kauft. Mit einem leichten Anstieg der globalen Erzeugung von Hähnchenfleisch rechnet das amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA für 2012. Hohe Futterkosten führen jedoch dazu, dass die Mast im größten Erzeugungsland USA gegenüber dem Vorjahr zurückfällt. Die Erzeugung in Brasilien und China wird nur langsam wachsen.

Selbst für Russland, das in den vergangenen Jahren die Geflügelfleischerzeugung in Riesenschritten aufgestockt hat, rechnet das USDA 2012 mit Abschwächung des Wachstums. Deswegen werden die russischen Importe in diesem Jahr mit voraussichtlich etwa 500.000 t auf dem bisherigen Niveau bleiben. In den Jahren 2008 und 2009 hatte das Land allerdings noch etwa die doppelte Menge importiert.

Die fehlende russische Weltmarktnachfrage wird aber mehr als ausgeglichen durch Importe kleinerer Länder. Besonders groß ist nach Beobachtung des USDA der zusätzliche Bedarf in Saudi Arabien, Mexiko, im Irak, in den Emiraten, in Angola und in Vietnam. Als Exportländer für Hähnchenfleisch profitieren vor allem Brasilien, aber auch die EU. Für die Europäer geht das USDA davon aus, dass die Erzeugung 2012 gegenüber dem Vorjahr leicht steigen wird. (db)
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