Rückversicherer sieht 2012 als teuerstes Jahr für Ernteversicherung an. Dürre in USA maßgeblich beteiligt.

Naturkatastrophen verursachten im vergangenen Jahr weltweit volkswirtschaftliche Schäden in Höhe von 160 Mrd. US-$. 67 Prozent davon waren versichert. So liest sich die Bilanz der Rückversicherung Munich RE für das Jahr 2012.

Dabei fiel die Schadensumme verglichen mit dem Jahr 2011 moderat aus. Damals hatten Erdbeben und Tsunami in Japan sowie schwere Überschwemmungen in Thailand Gesamtschäden im Wert von 400 Mrd. US-$ angerichtet. 119 Mrd. US-$ standen als Schadensumme damals in den Büchern.

Aber im Jahr 2012 war vor allem die Ernteversicherung gefragt. Die durch die Dürre in USA in der Landwirtschaft entstandenen Schäden lagen bei etwa 20 Mrd. US-$. Rund 15 bis 17 Mrd. US-$ wurden durch die Ernteversicherung entschädigt. In den USA gibt es für Landwirte eine von Privatwirtschaft und Staat getragene Mehrgefahren-Versicherung. In einem durchschnittlichen Schadenjahr liegen die Schäden bei der Ernte bei etwa 9 Mrd. US-$. (az)
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