Thüringen und Sachsen-Anhalt intensivieren Zusammenarbeit

Die mitteldeutschen Landesregierungen wollen in verschiedenen Politikfeldern zusammenarbeiten. Schwerpunkt bildet die Lebensmittel- und Veterinäruntersuchung.

Nach der gemeinsamen Kabinettsitzung der beiden Landesregierungen von Sachsen-Anhalt und Thüringen am Dienstag soll in Mitteldeutschland die Zusammenarbeit der beiden Länder auf dem Gebiet der Lebensmittel- und Veterinäruntersuchung sowie der Tierseuchenbekämpfung enger werden. Hier kooperiert auch das Land Sachsen. Dies schließe auch die Weiterbildung von Fachpersonals ein. Dazu sei der Abschluss eines Staatsvertrages zwischen den Bundsländern geplant, teilen die Regierungen heute mit.

Beide Länder erfüllen damit die neuen Vorschriften im Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch, welches im Zuge der Dioxinkrise im Januar 2011, um die Zusammenarbeit der Behörden ergänzt wurde. Demnach gilt eine Meldepflicht für private Labore. Sie müssen bedenkliche Messergebnisse zu gesundheitlich nicht erwünschten Stoffen bei Futter- und Lebensmitteln automatisch den zuständigen Behörden melden. 

Auch im Versuchswesen wollen Sachsen-Anhalt und Thüringen enger zusammen arbeiten. Im Rahmen der bestehenden Vereinbarung zur arbeitsteiligen Kooperation zwischen der Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau Sachsen-Anhalt (LLFG) in Bernburg und der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft in Jena werden die Versuchstätigkeiten vor allem im Obstbau an der Lehr- und Versuchsanstalt Erfurt und am LLFG-Standort Ditfurt spezialisiert. Auch in der landwirtschaftlichen Forschung wird bereits gemeinsam gearbeitet. (da)
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