In Thüringen sollen künftig mehr Eiweißpflanzen für die Tierfütterung angebaut werden. Soja-Importe können dadurch ersetzt werden. In einer gemeinsamen Erklärung werben die agrarpolitischen Sprecher der CDU- und der SPD-Landtagsfraktion, Egon Primas und Eleonore Mühlbauer, für den Anbau von Eiweißpflanzen zur Tierfütterung in Deutschland. Die Koalitionsfraktionen von CDU und SPD wollen einen Antrag im Landtag stellen. Darin fordern sie eine Eiweißstrategie für Thüringen. Landwirte sollten mehr Ackerbohnen, Erbsen oder Lupinen anbauen. "Damit können Tiere gefüttert werden, statt auf importiertes Soja zurückzugreifen", erläutert Primas das Ziel.

Laut Mühlbauer wollen die Koalitionsfraktionen darauf hinwirken, „dass im Rahmen der Neugestaltung der EU-Agrarpolitik dem Anbau von Eiweißpflanzen ein besonderer Stellenwert beigemessen wird. Gemeinsam mit Primas fordert sie, die Forschungsaktivitäten bis hin zu produktionstechnischen Versuchen zu verstärken und die Fördermöglichkeiten zur Unterstützung des Eiweißpflanzenanbaus auszuschöpfen. Ähnliche Eiweißstrategien gibt es in Bayern, Baden-Würrtemberg und Österreich. (az)
stats