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Trotz des erstmalig erreichten Durchschnittsertrages bei Getreide von 70,1 dt/ha herrscht bei den Thüringer Landwirten nur gedämpfte Freude. Den Grund dafür sieht der Thüringer Bauernverband (TBV) in den gegenüber 2000 niedrigeren Erzeugerpreisen und den gestiegenen Kosten für Treibstoffe und Düngemittel. Nach Meinung von TBV-Geschäftsführer, Dr. Bernd Unger, gleichen die angehobenen EU-Flächenprämien das Minus nur ungenügend aus. Betriebe mit Lagermöglichkeiten nutzten diese deshalb mit der Hoffnung, später bessere Erlöse zu erzielen. Das weltweit und in Europa besonders in Frankreich und Großbritannien zurückgegangene Getreideaufkommen könne eine Chance bieten.

Wie das Thüringer Landwirtschaftsministerium informierte, ergaben erste Prüfungen bei Winterweizen und Roggen durchgehend sehr gute Fallzahlen. Qualitätsdifferenzen zeigten dagegen die Untersuchungen von Braugerste. Zwar entsprächen die Eiweißgehalte denen des Vorjahres, der Vollgerstenanteil liege aber darunter. Etwa zwei Drittel der Gesamternte entsprächen den geforderten Qualitätskriterien für Braugerste. (Bm)
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