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Mit 55.438 ha erreichte der Anbau von Braugerste in Thüringen dieses Jahr den niedrigsten Stand seit der Wende. Allein gegenüber 1999 ergab sich ein Minus von knapp 15.000 ha. Wie zum 10. Thüringer Landesbraugerstentag in Stadtroda weiter informiert wurde, war der Ertrag mit 46,2 dt/ha der niedrigste nach 1992. Nur 34 Prozent der untersuchten Proben erreichten Braugerstenqualität, das heißt sie hatten weniger als 11,5 Prozent Rohproteingehalt und über 85 Prozent Vollgerstenanteil. In den vergangenen fünf Jahre erreichten durchschnittlich 50 Prozent Braugerstenqualität.
Die in Thüringen wichtigste Sorten mit jeweils über 30 Prozent Anteil waren dieses Jahr Barke und Scarlett. Für den nächstjährigen Anbau empfiehlt der Thüringer Braugerstenverein die Sorten Barke, Hanka, Pasadena und Scarlett. Vornehmlich wegen der günstigen Aussaatbedingungen für Winterweizen in diesem Herbst wird für 2001 mit einem weiteren Rückgang der Braugerstenfläche in Thüringen gerechnet.
Ausgezeichnet als Landessieger im Braugerstenwettbewerb 2000 wurden die Landgenossenschaft Oppurg e.G. mit der Sorte Barke (Erzeugermuster) und die Baywa AG, Betrieb Bad Tennstedt, ebenfalls mit Barke (Handelsmuster).(Bm)
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