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Für die in Insolvenz geratene Deusa Solbergwerke & Aufbereitungs GmbH Bleicherode, den letzten Kaliproduzenten Nordthüringens, läuft heute die "Gnadenfrist" ab. Bisher weigerte sich der Hauptgläubiger der Deusa, die Deutsche Verkehrsbank AG (DVB), Frankfurt am Main, die bis zum vorgesehenen Verkauf des Werkes monatlich anfallenden Verluste in Höhe von 400.000 DM zu übernehmen. Mit einem Zuschuss von 80.000 DM hatte das Land Thüringen den Weiterbetrieb des Werkes noch über das Wochenende gesichert. Bleibe die Verlustübernahmeerklärung der DVB heute aus, so werde die Anlage kontrolliert heruntergefahren, sagte der Insolvenzverwalter, Carsten Bloß. Dann wäre das Ende der Deusa in Sicht. Am Wochenende waren Verhandlungen mit der DVB gescheitert. Thüringens Wirtschaftsminister, Franz Schuster, will heute im Gespräch mit dem Konkursverwalter nach Möglichkeiten suchen, um das Werk mit seinen 102 Beschäftigten zu retten. (Bm)
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