Der Einsatz von antibiotischen Mitteln zur Therapie von Nutztieren ist in Niedersachsen um 15 Prozent zurückgegangen. Seit der 16. Arzneimittelgesetz-Novelle 2014 sei die Therapiehäufigkeit um 59 Prozent bei Mastschweinen, um 40 Prozent bei Masthühnern und um 34 Prozent zurückgegangen, gab der Agrarminister Christian Meyer bekannt: "Das ist ein großer Erfolg unserer gemeinsamen Antibiotikaminimierungsstrategie mit dem Ziel der Halbierung des Antibiotikaeinsatzes in fünf Jahren". Allerdings kritisierte Meyer den nach wie vor zu häufigen Einsatz von Fluorchinolonen, Reserveantibiotika aus der Humanmedizin, im Veterinärbereich.

Ein gemeinsamer Arbeitskreis aus den Landwirtschafts-, Umwelt-, Wissenschafts- und Gesundheitsministerien arbeitet in Niedersachsen daran, das Vorkommen antibiotikaresistenter Bakterien einzuschränken. Dieser legte nun einen Zwischenbericht vor: Insgesamt sei die eingesetzte Antibiotikamenge von 2013 auf 2014 um 35 Prozent gesunken. Nicht nur die Veterinärmedizin konnte einen Rückgang der Therapien mit Antibiotika verzeichnen, auch in der Humanmedizin ging der Anteil von antibiotikaresistenten Staphylokokkus-Bakterien an der Gesamtzahl der nachgewiesenen Aureus-Bakterien von 2010 bis 2015 um sieben Prozent zurück. (lm)
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