Nutztiere in Deutschland sind nicht nur schön anzuschauen - wie hier auf der Grünen Woche - sondern auch gesünder als in früheren Zeiten.
-- , Foto: IGW
Nutztiere in Deutschland sind nicht nur schön anzuschauen - wie hier auf der Grünen Woche - sondern auch gesünder als in früheren Zeiten.

„Der Infektionsstatus der Tierbestände ist so gut wie nie zuvor", sagte Prof. Thomas Mettenleiter, Leiter Friedrich-Loeffler Instituts (FLI) heute in Berlin. Bei einem Expertengesprächs auf der Internationalen Grünen Woche verwies er auf die großen Erfolge der Bekämpfung von Tierseuchen in der Vergangenheit.

Seit dem Jahr 2006 ist Deutschland beispielsweise frei von Fuchstollwut, auch der letzte Fall der Klassischen Schweinepest (KSP) trat zuletzt ebenfalls im Jahr 2006 in Nordrhein-Westfalen auf. Seitdem gab es keine neuen Fälle dieser Erkrankung, betonte Mettenleiter.

Doch ebenfalls im Jahr 2006 wurde erstmalig die Blauzungenkrankheit bei Rindern und Schafen diagnostiziert. Bereits ein Jahr später gab es 20.000 festgestellte Fälle. Diese durch Viren ausgelöste Krankheit wird durch Insekten übertragen. Ursprünglich stammt sie aus Ländern Afrikas, des Mittleren Ostens und Asiens. Durch gezielte Monitoring- und Impfprogramme ist es gelungen, die Krankheit zu kontrollieren. Seit 2012 gilt Deutschland als frei von Blauzungenkrankheit.

Auch die durch Wildvögel verbreitete Vogelgrippe des Typs H5N1 trat erstmals im Jahr 2006 auf. Durch rasche zielgerichtete Maßnahmen konnte auch sie kontrolliert werden. Um zukünftig das Seuchengeschehen im Griff zu behalten ist allen Aspekten der Biosicherheit in und um die Tierställe höchste Priorität einzuräumen, so Mettenleiter. (jst)
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