Schweinepest

Tierhalter mahnen zur Sorgfalt


Die größte Gefahr für die  Verbreitung der ASP sehen die Schweinehalter in dem umfangreichen LKW-Verkehr. Auf der heutigen Mitgliederversammlung der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) in Osnabrück wies ISN-Präsident Heinrich Dierkes darauf hin, "dass auf der Autobahn A2 von Berlin nach Braunschweig häufig Fahrzeuge mit deutschen Kennzeichen in der Minderheit sind".

Aus nahezu allen Ländern Osteuropas, und damit auch Regionen mit verbreiteter ASP, würden dagegen LKW nach Deutschland kommen. Hierin liegt nach seiner Einschätzung das größte Risikopotenzial für die Tierhaltung in Deutschland.

Auch  Jäger, die sich in benachbarten osteuropäischen Ländern bewegen, sollten vor und nach Ihrer Rückkehr dringend ihre Ausrüstung entsprechend den Biosicherheitsstandards desinfizieren, "dazu gehört auch der Hund - und das erlegte Schwein sollen sie keinesfalls mitbringen", mahnte Dierkes.

Im Falle eines Ausbruchs der ASP in Nutztierbeständen könne ein Schaden in unvorstellbarem Ausmaß entstehen. Daher müsse der wirksamen Vermeidung der Tierkrankheit maximale Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Unterdessen wurde am Montagabend ein neuer Fall der ASP bei einem Wildschwein in Polen nahe der Grenze zu Weißrussland bestätigt. Nach Angaben von EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg geht der Fall auf eine Übertragung durch Wildschweine aus Weißrussland zurück. (jst)
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