Zum Auftakt wies das Gericht Anträge der Anwälte Straathofs ab, wonach das Verfahren ausgesetzt oder mit anderen Verfahren verbunden werden sollte, berichtet der MDR auf seiner Onlineseite. Nach Darstellung der Anwälte habe Straathof seine Anteile an den Gesellschaften zur Schweinezucht inzwischen alle abgegeben. Daher gehe es jetzt im Kern um die Frage eines Schadensersatzes für Straathof, weil das Tierhaltungsverbot unverhältnismäßig gewesen sei. Der Schweineproduzent wehrt sich mit einer Klage gegen eine Entscheidung des Landkreises Jerichower Land aus dem Jahr 2014.

Straathof hatte sich angesichts des Tierhaltungsverbots in den vergangenen Monaten immer stärker aus den Betrieben zurückgezogen. Zuvor zählte er zu den größten Schweineproduzenten Europas. Immer wieder wurden ihm in seinen Anlagen Verstöße gegen den Tierschutz vorgeworfen. Der Landkreis Jerichower Land hatte ihm deshalb untersagt, Schweine zu halten. Dagegen wehrt sich Straathof seit anderthalb Jahren vor Gericht.

Der aus den Niederlanden stammende Straathof hat Ställe nicht nur in Sachsen-Anhalt, auch in Bayern, in den Niederlanden und in Ungarn. Jährlich werden nach früheren Angaben bis zu 1,4 Millionen Ferkel produziert. (az)
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