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Mit einem klaren Ja beantwortete Frans van Bijsterveld, Leiter der Abteilung Forschung, Ernährung und Landwirtschaft der Rabobank/Niederlande, die Frage, ob Europa ein guter Standort für Investitionen in der tierischen Veredelungswirtschaft sei. Etwa 40 Prozent der täglichen Pro-Kopf-Energiezufuhr in Europa stammten aus Lebensmitteln tierischer Herkunft, sagte Bijsterveld auf dem Kongress der Europäischen Mischfutterindustrie (Fefac) am Donnerstag in Helsinki. Dieses hohe Niveau werde stabil bleiben. Auch weltweit würden Nachfrage und Erzeugung tierischer Produkte stark zunehmen. Er bezifferte den Anstieg für den Zeitraum 1997 bis 2007 auf 30 Prozent. Dabei würde die Produktion in den Regionen stattfinden, in denen auch die Nachfrage wachse. Im Gegensatz zu pflanzlichen Rohstoffen würde der Handel mit tierischen Erzeugnissen in einer Größenordnung von 10 Prozent der Produktion nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Als Markt für tierische Produkte werde Europa seine wichtige Rolle behalten und seinen Bedarf aus regionaler Erzeugung decken. Für Exporte besitze lediglich Russland Bedeutung. Bijsterveld unterstrich die zunehmende Notwendigkeit enger Partnerschaften zwischen Rohstofflieferanten, Erzeugern und dem Handel. Diese müssten bei Investitionsentscheidungen in Europa Berücksichtigung finden, schreibt die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. (jst)
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