Tiermehl-Spuren im Futter gefunden

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In Bayern liegen nach In-Kraft-Treten des Tiermehl-Verfütterungsverbotes am 2. Dezember von 38 gezogenen Proben bei Herstellern, Händlern und Tierhaltern die Befunde vor: 31 erhielten keine verbotenen tierischen Bestandteile. In sieben Proben wurden Spuren von Tiermehl festgestellt, teilt das bayerische Landwirtschaftsministerium mit. Bei den positiven Befunden veranlasst die bayerische Landesanstalt für Ernährung Folgendes:

1. Gegen den Hersteller wird unverzüglich ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Gleichzeitig erhalten Hersteller und Händler die verbindliche Anordnung, das betreffende Futtermittel zu sperren und unschädlich zu beseitigen.
2. Der Tierhalter wird unter konkreter Nennung der Futtermittelpartie informiert, dass er dieses Futter weder verfüttert noch weitergeben darf. Er wird aufgefordert, noch vorhandene Mengen zu erfassen, mit dem Hinweis "Verfütterungsverbot" zu versehen und an den Lieferanten gegen Nachweis zurückzugeben.

Weitere Untersuchungsergebnisse werden in den nächsten Tagen in Bayern erwartet. Auf eine anonyme Anzeige hin, wonach bereits 1996 von einer Firma Tiermehl haltige Milchaustauscher von Baden-Württemberg nach Bayern geliefert wurden, hat nun die Landesanstalt am 4. Januar die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. (HH)
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