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"Ein europaweites vollständiges Verbot der Tiermehlverfütterung wäre ein Befreiungsschlag, um das BSE-Problem endlich in den Griff zu bekommen", sagte Ingrid Franzen, Landwirtschaftsministerin von Schleswig-Holstein. Es bestehe kein Zweifel, dass die Verfütterung von Tiermehl bei der Übertragung dieser Krankheit eine Schlüsselrolle spielt. Deshalb müsse die Infektionskette an dieser Stelle ohne Wenn und Aber unterbrochen werden. BSE ist ein grenzüberschreitendes, europaweites Problem. Deshalb wird die Landesregierung alles tun, um eine Einschleppung der Krankheit nach Schleswig-Holstein zu verhindern", so die Ministerin weiter. Dazu gehöre nicht nur die Unterstützung eines europaweiten Verfütterungsverbotes von Tiermehl, sondern auch die Intensivierung des bereits seit 1993 bestehenden BSE-Monoitorings in Schleswig-Holstein. Die bisherigen aufwendigen feingeweblichen Untersuchungen an BSE-verdächtigen Rindern, Schafen und Ziegen würden jetzt durch Einführung des von der EU-Kommission anerkannten BSE-Schnelltests ergänzt. Der Stichprobenumfang werde künftig 5.500 Tiere pro Jahr umfassen. Untersucht würde die Hauptrisikogruppe, nämlich über 24 Monate alte verendete Rinder mit unbekannter Todesursache. (ED)
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