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Eine Perspektive für die Wiederzulassung von Tiermehl in der Verfütterung haben der EU-Agrarministerrat und die EU-Kommission gestern in Luxemburg aufgezeichnet, schreibt die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Zunächst wird das Tiermehlverbot in der EU über den 30. Juni hinaus unbefristet verlängert. Die EU-Mitgliedstaaten sollen aber die Möglichkeiten bekommen, sich von der Kommission eine Ausnahme genehmigen zu lassen. Die Hürde werde sehr hoch sein, betonte EU-Verbraucherkommissar David Byrne auf dem Rat in Luxemburg. Das BSE-Risiko müsse im Land schon sehr gering sein und eine Vermischung von Tiermehlen und Wiederkäuerfutter müsse ausgeschlossen werden. In den kommenden zwei Jahren will die Kommission das Tiermehlverbot überprüfen und - falls möglich - Ausnahmen zulassen. Deutschland stimmte, genau wie Frankreich, Spanien und Österreich, gegen den Kommissionsvorschlag. Es sei das falsche Signal für den Verbraucher, eine Wiederzulassung in Aussicht zu stellen, kommentierte Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast. Dadurch werde sein Vertrauen in Rindfleisch nicht gestützt. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der heutigen Ausgabe der Agrarzeitung Ernährungsdienst. (Mö)
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