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In Deutschland bestehen besondere Wettbewerbsnachteile für die tierische Veredelung. Die Landwirtschaft muss sich um eine verstärkte Partnerschaft mit der Ernährungswirtschaft bemühen. Die Veredelungwirtschaft in Deutschland hat einen Anteil von etwa 20 Prozent an der gesamten Erzeugung innerhalb der EU-Staaten. Sie produziere auf einem hohen Leistungniveau, unterliege aber weiterhin einem raschen Strukturwandel, erläuterte Prof. P. Michael Schmitz von der Universität Gießen auf der Tagung der Arbeitsgemeinschaft für Wirkstoffe in der Tierernährung (AWT) in Berlin am vergangenen Donnerstag. Jährlich würden etwa 4 bis 6 Prozent der tierhaltenden Betriebe in Deutschland aus der Produktion ausscheiden, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe weiter. Eine Prognose über die weitere Entwicklung der verbleibenden Erzeuger sei schwierig, da in Deutschland besondere Wettbewerbshindernisse unterschiedlicher Art existierten, sagte Schmitz. Eine besondere Rolle spiele dabei die Agrarpolitik, die zur Verunsicherung der Landwirtschaft beitrage. Rechtliche und bürokratische Erschwernisse wie beispielsweise unklare Vorschriften über künftige Haltungsanforderungen für Stallbauten sowie deren lange Genehmigungsfristen würden Investitionen zusätzlich behindern. (jst)
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