Die Mahd von Grünland oder Energiepflanzen steht an. Verschiedene Maßnahmen helfen, Wildtiere zu retten. Der Termin der Frühmahd fällt zusammen mit der Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere, die in Wiesen und Grünroggen ihren Nachwuchs sicher vor Fressfeinden verstecken. Der Deutsche Bauernverband (DBV) weist darauf hin, dass effektive Wildtierrettung bereits vor den Arbeiten beginnt. Entscheidend sei dabei, die anstehenden Grünschnitttermine - für Silage oder Biomasseproduktion - rechtzeitig mit dem Jagdpächter abzustimmen und die Mähtechnik dem Tierverhalten anzupassen. Wirkungsvollste Maßnahme ist dabei laut DBV das Mähen des Feldes von innen nach außen.

Zu empfehlen sei, den Mähtermin mindestens 24 Stunden vorher mit dem Jagdpächter abzusprechen oder selbst erforderliche Maßnahmen für die Wildtierrettung durchzuführen. Dazu gehören beispielsweise das Absuchen der Wiesen, der Einsatz von Wildrettern oder die Vertreibung der Tiere. Einfach, kostengünstig und sehr effektiv seien Knistertüten oder Flatterbänder. Wer Verletzung und Tötung von Jungwild durch den Kreiselmäher bewusst in Kauf nimmt, kann dadurch eine Straftat nach dem Tierschutzgesetz begehen, so der DBV. Empfindliche Geldstrafen könnten folgen. (az)
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