Tiertransport bleibt unter EU-Agrarministern umstritten

Einige EU-Mitgliedstaaten möchten den Transport von Tieren auf acht Stunden begrenzen. Andere sind dagegen. Vorläufig ist keine Änderung in Sicht. Die EU-Agrarminister verabschiedeten am Montag in Luxemburg Schlussfolgerungen zum Tierschutz. Darin bleiben die Aussagen zum Tiertransport vage. Die Transportzeiten sollten so kurz wie möglich bleiben, heißt es im Text. Auch wird auf die Forderung des Europäischen Parlaments hingewiesen, acht Stunden als Obergrenze vorzuschreiben.

Die Forderung des Parlaments wird aber nicht übernommen, weil die Meinungen der EU-Mitgliedstaaten zu weit auseinanderliegen. Die EU-Kommission werde in absehbarer keinen Vorschlag mit neuen Zeitbegrenzungen vorlegen, stellte EU-Verbraucherkommissar John Dalli in Luxemburg klar. Die Kommission werde stattdessen darauf achten, dass die bestehenden Vorschriften für den Transport besser eingehalten werden. (Mö)
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