Schweinemast

Tierwohl macht Fleisch um ein Viertel teurer

Mit den Kosten von mehr Tierwohl in der Schweinehaltung hat sich Dr. Jürgen Müller von der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) auseinander gesetzt. Würden die derzeit geforderten Maßnahmen wie Ebermast, Beschäftigungsmaterial und mehr Platz für die Tiere sowie der Verzicht auf Kastenstände und das Schwänzekupieren umgesetzt, habe das hohe wirtschaftliche Auswirkungen, so Müller. Seinen Rechnungen zufolge würden die Produktionskosten um 40 Euro pro Mastschwein steigen. Die Erhöhung des Platzangebotes und die Abluftreinigung schlägt dabei mit 9,17 Euro je Schlachtschwein am stärksten zu Buche.


Bezogen auf einen durchschnittlichen Auszahlungspreis von 1,57 Euro pro Kilogramm Fleisch bedeutet das eine Preiserhöhung von 25 Prozent. Laut Müller ist es für die Betriebe „nahezu unmöglich“, steigende Kosten in dieser Größenordnung über die Auszahlungspreise auszugleichen. (kbo)
stats