Sojabohnen

Toastungsanlage in Zeutern eröffnet


Das Kraichgau Raiffeisen Zentrum eG, Eppingen und die Mühle Ebert Dielheim GmbH aus Dielheim haben heute eine neue Toastungsanlage für Leguminosen und Sojabohnen im baden-württembergischen Zeutern eröffnet. Damit sollen die in der Region produzierten gentechnisch unveränderten Sojabohnen und Erbsen in erster Linie für die Verfütterung an Nutztiere aufgearbeitet werden. Das schonende hydrothermische Verfahren ermöglicht auch die Produktion von Lebensmitteln. Der Vorteil dieses Verfahren ist, dass sehr hohe Endtemperaturen nicht notwendig sin. Der Rohstoff wird per heißem Wasserdampf bearbeitet. Der modulare Aufbau der Anlage lässt verschiedene Produktionslinien zu. Eine getrennte Produktion von Bioware ist ebenfalls möglich.

Die Toastungsanlage ist auf jährlich mindestens 10.000 bis 15.000 t Rohstoffe ausgelegt. Es besteht die Option, die Anlage auf 20.000 t erweitern zu können. Zwei Drittel der Kapazität sind für Sojabohnen vorgesehen, ein Drittel für Erbsen. Eine bereits seit 2013 gemeinsam genutzte Anlage auf dem Betrieb der Mühle Ebert verfügt über eine Verarbeitungskapazität von 3.000 t. „Die Erweiterung der Kapazität ist eine gute Basis nicht nur für unser eigenes Mischfutterwerk , in dem wir nur gentechnisch unveränderte Rohstoffe verarbeiten “, äußert sich Siegmar Benz gegenüber az-online. Er zeichnet verantwortlich für den Bereich Tiernahrung bei der Kraichgau Raiffeisen Zentrum eG.

Die Genossenschaft sichert von ihrer Seite die Auslastung der Anlage. Die Mühle Ebert hat sie erstellt und betreibt sie. „Neben einem Vertragsanbau von 1.100 Hektar Sojabohnen und 350 Hektar Erbsen mit dem Kraichgau- Raiffeisen-Zentrum kommen die Rohstoffe vorwiegend vom Erfassungshandel im nördlichen Baden-Württemberg, Südhessen und der Pfalz“, so Benz. Das zur Genossenschaft gehörende Mischfutterwerk in Eppingen wird noch in diesem Jahr auf rein europäische Rohstoffe umgestellt. (dg)
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