Clemens und Robert Tönnies verhandeln nach Informationen den Handelsblatts und der Neuen Osnabrücker Zeitung über die Gründung einer Familienholding. Onkel und Neffe könnten gemeinsame Geschäftsführer der Holding werden. Die bisher geheimen Gespräche habe Clemens Tönnies bestätigt, während ein Sprecher der Gegenseite die aktuelle Entwicklung nicht kommentieren wollte.

Clemens und Robert Tönnies gehören je 50 Prozent des Fleischimperiums - allerdings erst seit 2009, als Robert und sein Bruder dem Onkel je fünf Prozent schenkten. Diese Schenkung versuchte Robert, der inzwischen auch die Anteile seines Bruders hält, per Klage vor dem Landgericht Bielefeld rückgängig zu machen.

Mit der Einigung sollen alle anhängigen Rechtsstreitigkeiten beendet werden. Um die Parität im Unternehmen zu erhalten, könnte Clemens Tönnies die ihm privat gehörende Zur Mühlen-Gruppe in den Konzern einbringen. Die zur Holding gehörenden Gesellschaften sollen demnach von angestellten Geschäftsführern geleitet werden. (az)

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