Die Tönnies-Gruppe, Rheda-Wiedenbrück, stellt das Abrechnungssystem für unkastrierte männliche Tiere um. Ab dem 1. Juli 2012 soll der Preis für Eber stärker am Handelswert ausgerichtet werden. Dazu werde am Schlachthof Rheda-Wiedenbrück der im Vergleich zu den anderen Tieren höhere Bauchfleischanteil der unkastrierten Eber stärker berücksichtigt, teilt das Unternehmen mit. Dies bedeutet nach Angaben der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), Damme, eine Anhebung des Optimalbereichs für den Magerfleischanteil (MFL) von 53 auf 56 Prozent.

Darüber hinaus kündigt Tönnies an, ab dem 1. Oktober 2012 einen auf der Abstammung der angelieferten Eber beruhenden Bonus für definierte Tiere zu zahlen. Tönnies verfolge mit großem Interesse die Bestrebungen der Zuchtunternehmen, mit modernen Verfahren Besamungseber zu identifizieren, die weniger geruchsauffällige Nachkommen haben, heißt es in einem Schreiben an die Schweinehalter. Diese Bemühungen wolle Tönnies honorieren. Daher soll ab Oktober für Schlachteber, die von diesen Besamungsebern abstammen ein Bonus von 1 € pro Tier gezahlt. Die Besamungseber seien in den Zuchtsstationen gekennzeichnet. Der Zuschlag werde ausgezahlt, wenn mindestens 80 Prozent der abgelieferten Schweine eines Betriebs von diesen Ebern abstammen. (az)

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