Der Kartellsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf hat laut lebensmittelzeitung.net eine Entscheidung des Bundeskartellamts bestätigt. Das Amt hatte 2011 die Übernahme des Schlachthofs Tummel untersagt mit der Begründung, dass der Wettbewerb am Sauenmarkt zu sehr eingeschränkt würde.
 
Die Tönnies-Gruppe, Rheda-Wiedenbrück, dominiere die Wertschöpfungskette der Sauenschlachtung und -verarbeitung in Deutschland, argumentierte das Bundeskartellamt damals. Die marktbeherrrschende Stellung am Sauenmarkt würde sich durch die Mehrheitsbeteiligung an Tummel noch verstärken. Im Jahr 2013 musste Tönnies zudem Bußgeld in Höhe von 90.000 € zahlen, da die Unternehmensgruppe bei der Anmeldung des Erwerbs von Tummel unvollständige Angaben gemacht habe, gab das Bundeskartellamt damals bekannt.

Tönnies kann gegen die OLG-Entscheidung keine Rechtsbeschwerde einreichen, dies ist nicht zugelassen. (az)
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