Die Lizenz gilt für die Vermarktung von Fleischprodukten in der Einstiegsstufe des Tierschutzlabels. Im ersten Schritt wird Tönnies nun geeignete Schweinemastbetriebe akquirieren und die Landwirte beraten. Anschließend erfolge die Kontrolle durch eine unabhängige und geschulte Zertifizierungsstelle, teilte der Tierschutzbund mit.

Mit dem Beginn einer Vermarktung sei frühestens Ende 2015 zu rechnen. Letztlich werde der Zeitplan auch davon abhängen, welche Handelspartner Tönnies für die Vermarktung der Produkte mit dem Tierschutzlabel „Einstiegsstufe“ finde, so die Organisation.

Mehr Platz und Komfort
In der Einstiegsstufe müssen die Schweinemastbetriebe unter anderem folgende Anforderungen erfüllen:
  • Platzangebot von mind. 1,1 m² im Gewichtsbereich 50 bis 120 kg
  • Planbefestigter Liegebereich mit Stroh (Minimaleinstreu) oder gleichwertige Maßnahmen zur Verbesserung des Liegekomforts (zum Beispiel Matten)
  • Beschäftigungsautomaten mit Stroh oder Strohpellets
  • Der Betrieb darf maximal 3.000 Mastplätze haben.
„Das Tierschutzlabel bietet eine Kaufalternative, die von Verbrauchern gewünscht wird, die Fleisch essen, aber auch transparent wissen wollen, wie das Tier dafür gehalten wurde“, kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, die Vertragsunterzeichnung. Jeder, der die Anforderungen des Tierschutzlabels und damit den Lizenzvertrag erfülle, könne auf die Unterstützung des Tierschutzbundes zählen.

„Wir wissen, dass es in der Gesellschaft die Erwartung gibt, transparent und klar mehr Tierschutz zu erkennen. Da ist das Tierschutzlabel ein konsequenter Weg, der gemeinsam mit der von uns getragenen Branchenlösung, der Initiative Tierwohl, Veränderungen voranbringt“, erklärt Jörg Altemeier, Stabsstelle Tierschutz von Tönnies. (az)
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