Der Fleischriese Tönnies und seine Konzerntochter Zur Mühlen übernehmen die meisten Produktionsstandorte der insolventen Lutz Fleischwaren Unternehmensgruppe. Die Konzernmutter wird das Werk Badbergen kaufen, die Standorte Landsberg, Weimar und Chemnitz gehen an die Zur Mühlen Gruppe, teilte der zuständige Insolvenzverwalter Robert Hänel mit. Den Betrieb in Badbergen hatte Tönnies schon unmittelbar nach der Insolvenzanmeldung von Lutz als Lohn-Schlachthof für seine Rinder genutzt.

Damit ist der Fortbestand beinahe aller Unternehmensteile der Lutz-Gruppe gesichert, nachdem am Donnerstag bereits bekannt wurde, dass die Vion Food Group die Marke Otto Nocker mit ihrer Produktionsstätte in Germaringen sowie sechs zugehörige Fleischmärkte übernehmen wird. Nur der Fleischmarkt München mit rund 20 Arbeitnehmern sowie die Holding der Gruppe, Lutz Convenience Food GmbH, mit rund 40 Arbeitnehmern müssen geschlossen werden, berichtet die Lebensmittelzeitung (LZ).

Die in dieser Woche geschlossenen Kaufverträge müssen noch von den jeweiligen Gläubigerausschüssen genehmigt werden, auch das Kartellamt muss den Übernahmen noch zustimmen. (az)
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