Die Tönnies-Gruppe, Rheda-Wiedenbrück, erwägt eine Klage gegen das Bundeskartellamt. Das Unternehmen zweifelt Berechnungen des Amtes an. Überprüft wird im Schlachtkonzern eine Klage beim Kartellsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf, berichtet die Lebensmittel Zeitung (LZ) in ihrer heutigen Ausgabe. Nicht einverstanden ist Tönnies mit dem Verbot des Bundeskartellamts für die Mehrheitsbeteiligung an der Heinz Tummel GmbH & Co. KG. Tönnies hält die Marktanteilsberechnungen des Amtes für falsch. Zusammen mit Tummel komme er nicht auf 40 Prozent der Sauenschlachtungen, sondern auf weniger als 30 Prozent, zitiert die LZ die Kritikpunkte. Tönnies will geltend machen, dass es ihm bei der Übernahme nicht um die Ausweitung der Sauenschlachtung gegangen sei, sondern um die Abrundung der Angebotspalette um Schweinehälften. (az)
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