Toepfer erwartet mittlere Erträge im Nordosten

Die Getreideernte 2011 schätzt das Handelshaus Toepfer International optimistischer ein als der Deutsche Raiffeisenverband (DRV). Für Raps sind die Prognosen jedoch düster. Im Nordosten Deutschlands könnten Regenfälle den vorhergehenden Trockenstress abgemildert haben, sodass dort für alle Getreidearten mindestens Durchschnittserträge zu erwarten seien, meint das Hamburger Handelshaus. Pessimistisch beurteilen die Hamburger jedoch die Getreideerträge in Schleswig-Holstein, Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. In diesen Bundesländern ist besonders wenig Regen gefallen. Wegen der Entspannung in den anderen Regionen setzt Toepfer die Prognose für die deutsche Getreideernte 2011 in seinem Marktbericht vom Wochenende auf 41,8 bis 42,8 Mio. t. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr würde etwa 3 bis 5 Prozent betragen. Vor knapp zwei Wochen hatte der DRV eine Ernte von nur 40,7 Mio. t Getreide und ein Minus gegenüber 2010 von 8 Prozent geschätzt.

Die Entwicklung der Rapsfelder beurteilt das Handelshaus allerdings ähnlich pessimistisch wie der DRV. Die Hamburger erwarten eine deutsche Rapsernte 2011 von 4,4 bis 4,8 Mio. t. Der untere Wert entspricht der DRV-Prognose und wäre 23 Prozent kleiner als im Vorjahr. Selbst die optimistischere Schätzung von Toepfer entspräche einem Rückgang der Erntemenge um 16 Prozent. (db)
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