Strategie

Tonkens baut Geschäftsfelder aus


Die Tonkens Agrar AG nennt in ihrem jetzt veröffentlichten Geschäftsbericht für 2013/14 (Juli/Juni) einen Umsatz von 15,9 (Vorjahr: 16,9) Mio. €. Die leichte Verringerung gegenüber dem Vorjahr basiere darauf, dass es bei Kartoffeln und Zwiebeln nicht vollständig gelungen sei, die witterungsbedingt geringeren Erntemengen durch hohe Marktpreise vollständig zu kompensieren.
Die höchsten Umsatzerlöse wurden mit jeweils 35 Prozent in den Segmenten Ackerbau und Lagerung, sowie Veredelung und Vermarktung verzeichnet. Auf die Milchproduktion entfielen 22 Prozent, der Rest von 8 Prozent resultiere aus dem Geschäftsfeld Erneuerbare Energien.

Das geringere Ernteaufkommen sowie der zusätzliche Aufwand für die Inbetriebnahme neuer Schälanlagen haben zu einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 1,2 (1,8) Mio. € geführt. Nach Steuern belief sich der Konzernjahresüberschuss auf 0,5 (1,3) Mio. €. Eine Dividendenzahlung verschiebe sich, stelle jedoch „unverändert ein klares Ziel dar".

In der Saison 2013/14 habe sich das Unternehmen darauf fokussiert, die Geschäftsfelder auszubauen, um sich mittelfristig besser gegen die Volatilität der Märkte abzusichern. Beispielsweise wurde in Osterfeld im Juli 2014 eine zweite Biogasanlage fertiggestellt. Aktuell werde im Rahmen der Rentabilitätsplanung eine Ausweitung der Milchproduktionskapazitäten mit Blick auf das Auslaufen der Milchquote geprüft.

Die stark gefallenen Marktpreise nebst den bislang ausgebliebenen Ergebnisbeiträgen der neuen Biogasanlage würden zu einem eher verhaltenen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2014/15 führen. „Wir müssen derzeit von einem nochmals rückläufigen Ergebnis ausgehen", so Gerrit Tonkens, Vorstand des Unternehmens. Für die Erntesaison 2015 und damit für das Geschäftsjahr 2015/16 gehe er aber von einer „spürbar positiveren Entwicklung" aus. (Sz)
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