Die Tonkens Agrar AG, Sülzetal, berichtet von einer zufriedenstellenden Ernte. Die Hektarerträge bei Winterweizen sind deutlich gestiegen und seien die höchsten in der Firmengeschichte, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Tonkens profitiere von der hochwertigen Bodenqualität in der Magdeburger Börde. Die derzeit laufende Kartoffelernte sei nach dringend benötigten Regenfällen Anfang September verspätet gestartet, deute aber auf normale Hektarerträge hin.

Für das Geschäftsjahr 2012/2013 (30 Juni) veröffentlicht Tonkens zudem vorläufige Zahlen. Es wird ein Umsatz von 16,9 Mio. € erwartet, was ein Zuwachs von 25 Prozent bedeutet. Nach einem Konzern-Jahresfehlbetrag von 1,66 Mio. € im Vorjahr wird für 2012/2013 mit einem Konzern-Jahresüberschuss von rund 1,3 Mio. € gerechnet. Damit sei die Tonkens Agrar AG „nachhaltig in die Gewinnzone zurückgekehrt“, heißt es.
Das Unternehmen ist mit mehreren Betrieben vor allem in Sachsen-Anhalt im Bereich der landwirtschaftlichen Produktion tätig. Die Geschäftstätigkeit unterteilt sich dabei in die Bereiche Ackerbau / Milchproduktion / Lagerung, Vermarktung und Veredelung / Regenerative Energie.

Tonkens baute im Jahr 2013 Kartoffeln auf einer Fläche von rund 630 ha (Vj. 573 ha) an. Im vergangenen Jahr wurden 277.233 dt geerntet. Etwas geringere Ernteerträge je ha sollten durch die vergrößerte Anbaufläche und der - aufgrund des niedrigen Angebots - hohen Marktpreise kompensiert werden können, vermutet der Vorstand der AG.

Zwiebeln wurden auf einer Fläche von 66 ha (Vj. 86 ha) angebaut. Die Preise liegen aktuell über dem Vorjahresniveau, da die Erntemengen insgesamt wohl deutlich hinter den Werten aus der vorigen Saison zurück bleiben. So hat Tonkens im vergangenen Jahr 10 bis 11 € je 100 Kilo erlöst, während zurzeit die Marktpreise bei 25 bis 28 € liegen.

Die Anbaufläche für Winterweizen liegt mit 679 ha niedriger als im Vorjahr mit 776 ha. Dort wurde mit voraussichtlich 62.838 dt (Vj. 61.598 dt) die höchste Erntemenge seit Unternehmensbeginn eingefahren. Hierbei entwickelten sich die Hektarerträge überdurchschnittlich und stiegen markant auf knapp 93 dt/ha an, im Vorjahr waren es noch rund 86 dt/ha. Zumeist konnte eine gute Brotweizenqualität geerntet werden, berichtet das Unternehmen.

Auch bei Winterraps wurde die Anbaufläche verkleinert auf 317 ha (Vj. 348 ha). Die Erntemenge liegt bei 13.759 dt nach dem Rekordwert von 16.119 dt im Vorjahr. Allerdings habe sich auch beim Raps auf Jahressicht ein starker Preisdruck bemerkbar gemacht. (hed)
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