Trotz hoher Ernteerträge erwirtschaftete die Tonkens Agrar AG in der 1. Hälfte des Geschäftsjahren 2014/15 einen niedrigeren Umsatz. Bei einer Gesamtleistung von 9,6 Mio. EUR seien ein Jahresüberschuss von 1,1 Mio. € und ein Ergebnis je Aktie von 0,65 € erzielt worden, teilte das Unterehmen aus Sülzetal mit. An mehreren Standorten werden von Tonkens in Sachsen-Anhalt rund 3.100 ha bewirtschaftet.

Zum Stichtag 31. Dezember 2014 sei die die Bilanzsumme um knapp 7 Prozent  auf 37,9 Mio. € gestiegen. So habe die Tonkens Agrar AG im ersten Halbjahr 2014/2015 die Eigentumsflächen auf 371 ha erweitert. Insgesamt hätten 38 ha Agrarflächen zu günstigeren Konditionen, als sie der Markt derzeit bietet, erworben. Mit 32 ha entfiel der Großteil auf den Standort Osterfeld. Investiert wurde auch in Maschinen wobei ein selbstfahrender Kartoffelroder die größte Einzelinvestition gewesen sei.

Aufstockung um 500 Kühe geplant

Die weitere Entwicklung für das Wirtschaftsjahr 2014/15 hänge von den zukünftigen Erzeugerpreise ab. Auf Jahressicht werden vom Vorstand niedrigere Umsatzerlöse und ein rückläufiges, aber noch positives Ergebnis erwartet. Begrüßt wird von der Unternehmensführung das Ende der Milchquote. Die Tonkens Agrar AG prüfe derzeit eingehend die Rentabilität einer Ausweitung ihrer Milchproduktion. Hiermit verbunden wären eine Aufstockung des Milchviehbestands um rund 500 Tiere auf 1.300 Milchkühe sowie der Bau eines weiteren Stalls. Die grobe Planungsphase sei nahezu abgeschlossen, erste Gespräche mit Banken und Baufirmen laufen. (SB)


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