JSR Genetics und die die niederländische weltweit tätige Genossenschaft Topigs Norsvin haben eine züchterische Partnerschaft für Großbritannien vereinbart. Gleichzeitig sollen die Vertriebsaktivitäten in Großbritannien zusammengeführt werden, teilten die Unternehmen mit. JSR Genetics wird der exklusive Verkäufer der Topigs Norsvin Genetik in Großbritannien. Gemeinsam agieren wollen beide Unternehmen in Großbritannien auch bei der künstlichen Besamung. Dafür soll das Geschäft von AIM UK, das zum Topigs-Netzwerk gehört, bei JSR Genetics integriert werden. Darüber hinaus werden JSR Genetics und Topigs Norsvin ihre Forschungs- und Entwicklungsprogramme aufeinander abstimmen. Die internationalen Aktivitäten von JSR seien nicht in die Partnerschaft einbezogen, betonen die Unternehmen. Dies betreffe auch den deutschen Markt, auf dem JSR weiter eigenständig tätig sein wird.

Neue Impulse für die Zucht

Die Zucht der Sauenlinien von JSR wird nun durch Topigs Norsvin vorangetrieben. Topigs Norsvin werde künftig für alle Zuchtwertberechnungen und andere Technologien innerhalb des JSR-Zuchtprogrammes zuständig sein, erklärten die Partner. „Mit dieser Vereinbarung bündeln zwei führende Unternehmen in der Welt der Schweinegenetik ihre Kräfte, um noch schneller genetische Fortschritte zu erzielen“, erklärte der JSR-Vorsitzende Bernard Hoggarth. Beide Unternehmen behalten ihre Unabhängigkeit und die Vereinbarung ermögliche es JSR, den Kunden in Großbritannien nun eine „Weltklasse-Auswahl an in höchstem Maße wettbewerbsfähigen Produkten“ anzubieten, so der JSR-Chef weiter. Für den britischen Markt bedeute dies, dass Schweineproduzenten Zugang zu den neuesten Entwicklungen in der Schweinezucht bekommen, die von einer der größten Forschungs- und Entwicklungsprogramme in der Welt angetrieben werden. Schweinegenetik verändere sich in einem rasanten Tempo und JSR Genetics habe unmittelbaren Zugang zu der Welt der Genomforschung, teilt das britische Unternehmen mit. Die Kooperation eröffne beiden Unternehmen eine große Chance, sich in Großbritannien weiterzuentwickeln und zu wachsen, kommentierte Martin Bijl, CEO von Topigs Norsvin die Entscheidung. (az)
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