Toxinbildung bei Fusarien-Befall weiter erforschen

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Fusarien-Befall vorwiegend in Weizen und dessen Bekämpfung beschäftigt nicht nur deutsche Landwirte. Auch in den USA ist die Fusarien-Problematik seit Anfang der 90er Jahre immer größer geworden. Darauf wies Dr. Thomas Miedaner, Universität Hohenheim, Landessaatzuchtanstalt, heute auf dem Fusarien-Symposium der Cyanamid Agrar GmbH an der Universität Hohenheim hin. Minimale Bodenbearbeitung und ungünstige Fruchtfolgen seien dort - wie hierzulande - die Ursachen. Nach neuesten Erkenntnissen müsse bei jeder Infektion durch Fusariumerreger mit der Produktion der sowohl für den Menschen als auch für Tiere giftigen Mykotoxine gerechnet werden, so Miedaner. Die wichtigsten Eckpfeiler in der Fusarien-Bekämpfung sind nach wie vor die Wahl einer wenig anfälligen Sorte und der Einsatz von Fungiziden. Aber auch eine erhöhte Resistenz bedeute nicht unbedingt eine niedrigere Toxinproduktion, so Miedaner weiter. Die Zusammenhänge seien äußerst komplex und noch nicht ausreichend erforscht. (AW)
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