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Gentechnisch veränderte Pflanzen könnten bald zur biologischen Reinigung von belasteten Böden eingesetzt werden. Schweizer und koreanische Forscher wollen gemeinsam ein Verfahren entwickeln, nach dem die Modellpflanze Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana) durch eine Genveränderung Schwermetalle speichern kann, berichtet die Universität Zürich. Solche Pflanzen könnten dann etwa die Ausbreitung einer Wüste auf stark belasteten Böden bremsen sowie die Anreicherung von Schwermetallen im Erntegut von Kulturpflanzen verhindern. Die Forscher wollen nun die Gene identifizieren, die für den Transport der Schwermetalle über die Wurzeln in die Stängel und Blätter sowie die Einlagerung verantwortlich sind. Mit derselben genetischen Methode wird auch überprüft, wie Pflanzen gegenüber Wassermangel oder salzreichen Böden tolerant werden. Sobald die Transportergene für unterschiedliche Substanzen identifiziert sind, könnten entsprechende DNA-Abschnitte in das Erbgut anderer Pflanzen übertragen werden. Erste Versuche mit gegenüber Schwermetallen toleranten Pappeln sind bereits in China geplant, heißt es in dem Bericht der Universität weiter. (ED)
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