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Die zum Schutz der Verbreitung des MKS-Virus angeordneten Transportbeschränkungen bei Klauentieren und Kameliden bleiben auch über den 12. April 2001 hinaus bestehen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat diese Einschränkungen in der zweiten MKS-Schutzverordnung vom 10. April 2001 zunächst bis 18. Mai 2001 weiter verlängert. Damit dürfen auch weiterhin als Haustiere gehaltene Klauentiere und Kameliden grundsätzlich außerhalb des Bestandes nicht transportiert werden. Ausnahmen bedürfen der Zustimmung der für den Absendeort zuständigen Veterinärbehörde und des Einvernehmens der für den Bestimmungsort zuständigen Veterinärbehörde.

Gegenüber der bisherigen Regelung ergeben sich für die Ausnahmen vom Transportverbot folgende Änderungen: Klauentiere aus Beständen eines Regierungsbezirks, in dem innerhalb der letzten 30 Tage vor Erteilung der Transportgenehmigung kein MKS-Sperr- oder Beobachtungsgebiet eingerichtet war, dürfen zum Transport in ein Transportfahrzeug zusammengefasst werden, wenn sie in einen (einzigen) Bestand verbracht werden. Ausnahmen vom Transportverbot sind weiterhin nur zulässig bei Tieren, die mindestens 30 Tage (Schweine 15 Tage) vor Erteilung der Ausnahmegenehmigung im Herkunftsbestand gehalten worden sind, oder wenn die Tiere jünger als 30 Tage sind. Während dieses Zeitraumes darf kein MKS-empfängliches Tier in den Bestand eingestellt worden sein. Die Verordnung ist unter der Internetadresse http://www.bml.de/verbraucher/mks/2-mks-schutzverordnung.htm einsehbar. (ED)
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