"Der Deutsche Osthandel legt eine Schippe drauf", heißt es vom Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft (OA) in Berlin. Für das Jahr 2016 sei der stärkste Anstieg seit vier Jahren verzeichnet worden. Eine wachsende Nachfrage ergebe sich insbesondere in Südosteuropa sowie der Ukraine, auch die Ausfuhr nach Russland habe sich stabilisiert. 

Nach Ansicht des OA sei damit eine Trendwende erkennbar. Die deutschen Ausfuhren nach Osteuropa seien wieder deutlich stärker gestiegen als der deutsche Export insgesamt. Während nach Angaben des OA das Statistische Bundesamt für das Gesamtjahr 2016 ein deutsches Exportwachstum von rund einem Prozent vermeldete, seien die deutschen Lieferungen in die 21 vom OA betreuten Länder um fast vier Prozent auf 53,9 Mrd. Euro gestiegen. Das wären zwei Mrd. Euro mehr als im Jahr 2015. Die Importe aus der Region seien hingegen um 1,5 Mrd. auf 55,2 Mrd. Euro und damit um 2,6 Prozent gesunken. "Entscheidend für den Aufschwung der deutschen Ost-Exporte sind zwei Faktoren: Die Nachfrage aus Südosteuropa ist ungebrochen stark und Russland findet langsam den Weg aus der tiefen Wirtschaftskrise", wird der OA-Vorsitzende Wolfgang Büchele in der Mitteilung zitiert. (jst)
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