Trockenheit dämpft Erwartungen an Sojabohnenernte

Die niedrigen Ertragsaussichten für die kommende Sojabohnenernte in den USA werden erhebliche Einschränkungen beim Verbrauch notwendig machen.

Das amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA hat am heutigen Mittwoch seine Prognose für die kommende US-Sojabohnenernte 2012 um 4,2 Mio. auf 83 Mio. t zurückgenommen.

Behalten die Schätzer Recht, würde die US-Bohnenernte sogar etwas kleiner als im Vorjahr ausfallen. Die Bilanz bleibt sehr eng, denn die amerikanischen Behörden erwarten nur einen Endbestand von 3,5 Mio. t für die kommende Kampagne. Damit werden die Bestände sogar noch rund 1 Mio. t kleiner als 2011/12 ausfallen.

In seinem neuen Report hat das USDA daher die Verbrauchserwartungen für das Inland und den Export zurückgefahren, denn sonst wäre die Bilanz sogar negativ ausgefallen. Der Report gilt als bullisch, und an der Chicagoer Börse steigen die Sojakurse weiter an.

Für die laufende Kampagne nahmen die amerikanischen Behörden eine kleine Anpassung bei der argentinischen Bohnenernte auf 41 Mio. t nach unten vor.

Durch die kleineren südamerikanischen Bohnenernten im Frühjahr bleibt die Versorgungsbilanz eng. Eine Entspannung lässt sich erst wieder mit den südamerikanischen Sojabohnenernten im neuen Jahr erwarten. (St)
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