Trockenheit schmälert Ernteaussichten in Mitteleuropa

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Die bisher aufgestellten Prognosen zur Getreideernte in den mitteleuropäischen Länder werden unterschritten. Diese Ansicht vertrat Alfons Mosel, Almos Handels GmbH, Nittendorf, beim Futtermittelhandelstag gestern in Warberg. Mosel berichtete von einer mangelnden Versorgung der Böden mit den Nährstoffen Phosphat und Kali. Pflanzenschutzmaßnahmen würden nur unzureichend durchgeführt. Den Landwirten fehlt es an finanziellen Mittel. Die Liquidität sei eingeschränkt. Erschwerend komme die Trockenheit in vielen Regionen hinzu. Deshalb sei mit niedrigeren Hektarerträgen bei Getreide als bisher angenommen zu rechnen. Ins Schwanken geraten auch die für das neue Wirtschaftsjahr 2009/10 veranschlagten Exportzahlen. Ob die beispielsweise für Ungarn vorhergesagte Exportmenge für Weizen in Höhe von etwa 3 Mio. t im kommenden Wirtschaftsjahr 2009/10 realisiert werden könne, hält Mosel für fraglich. Gleiches gelte für ungarischen Mais, dessen Exportvolumen bisher auf rund 4,2 Mio. t geschätzt wurde. (jst)
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