KTG Energie AG

Trostpflaster für Gläubiger in Sicht

Am 3. Februar sollen die Gläubiger der KTG Energie AG über den Insolvenzplan entscheiden. Die Abstimmung findet unmittelbar nach der bereits angesetzten Gläubigerversammlung statt. Den Antrag einiger Gläubiger auf Durchführung einer vorzeitigen Gläubigerversammlung hat das Insolvenzgericht abgelehnt, teilt die KTG Energie AG mit.

Viele Gläubiger warten
Die wesentlichen Gläubiger der KTG Energie AG sind die Inhaber der 2012 emittierten Unternehmensanleihe (WKN: A1ML25) sowie die Agrar ZG Projektbeteiligungs GmbH, die der Gesellschaft ein Massedarlehen zur Verfügung gestellt hat; darüber hinaus zahlreiche Lieferanten und Dienstleister, Arbeitnehmer und die Agentur für Arbeit sowie Banken.
Gläubiger haben noch bis zum 24. Januar Zeit ihre Forderungen beim gerichtlich bestellten Sachalter anzumelden. Die Einladung und der Insolvenzplan werden allen Gläubigern zugesandt. Der Insolvenzplan sieht vor, dass die Zech-Stiftung und die Zech-Gruppe noch einmal finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, um die Forderungen der Gläubiger zumindest zu einem kleinen Teil zu bedienen. Auf diesem Wege sollen 4 Mio. € an die KTG Energie AG fließen.

Das dem Insolvenzplan zugrundeliegende Sanierungskonzept ermögliche eine Quotenausschüttung an die Gläubiger, die ohne diese Finanzierungsbeiträge nicht möglich wäre, heißt es in einer Mitteilung der KTG Energie AG. Die unverbindliche Insolvenzquote liege, bei derzeit 2,94 Prozent. Zudem solle die Gläubiger an künftigen Gewinnen des Konzerns über eine sogenannte Besserungsregelung beteiligt werden.

Geplant ist KTG Energie AG eine GmbH umzuwandeln. Darüber hinaus laufe ein M&A-Prozess, bei dem mehrere interessierte Investoren unverbindliche Angebote unterbreitet haben und derzeit die Abgabe eines verbindlichen Kaufangebots prüfen, welches bis zum 31. Januar 2017 vorliegen muss. Sollten diese Angebote eine Verbesserung der Quote für die Gläubiger ermöglichen und realisierungsfähig sein, würden sie als Alternativen zum Insolvenzplan geprüft.

„Das große Interesse von Investorenseite an den Biogasanlagen der KTG Energie ist ermutigend“, erklärte Dr. Gerrit Hölzle, Vorstandsmitglied und CIO der KTG Energie AG. Es würden alle Sanierungsoptionen für die Gesellschaft geprüft, um die bestmögliche Gläubigerbefriedigung zu erreichen und den Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze sicherzustellen. (SB)
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