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Mit voraussichtlich 894.000 t zeichnet sich in Tschechien das zweite Mal in Folge eine niedrige Kartoffelernte 2004 ab. Laut einer Ende vergangener Woche vom Prager Statistischen Amt veröffentlichten Prognose dürfte sich diese zwar das Ergebnis der extrem ungünstigen Saison 2003 um 211.000 t oder um 31,0 Prozent übertreffen; dies liegt aber vor allem an den deutlich höheren durchschnittlichen Flächenerträge von 248,5 dt/ha. Sollte sich die Prognose bestätigen, würden die Tschechen allerdings die zweitschlechteste Kartoffelernte der vergangenen zehn Jahre einfahren. Verglichen mit dem 1994 bis 2003 verzeichneten Durchschnitt liegt die bisherige Voraussage um 31,6 Prozent niedriger. Das in diesem Jahr zu erwartende schlechte Produktionsergebnis wird auf die Trockenheit im Juli und August zurückgeführt. Im Unterschied zu Frühkartoffeln waren späte Speise- sowie Industriekartoffeln hiervon betroffen. (pom)
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